Sülchenkirche

Rottenburg/2015 –

Sülchen ist eine Wüstung, ein aufgegebener Ort, der zwischen dem 3. und dem 13. Jahrhundert bewohnt war. Die wahrscheinlich im 6. Jahrhundert hier erbaute und über die Jahrhunderte immer wieder überbaute Kirche existiert bis heute. Seit 1868 wird die Sülchenkirche als Bischofsgrablege der Diözese Rottenburg-Stuttgart genutzt. Instandhaltungsmaßnahmen haben alte Mauerreste freigelegt, die wahrscheinlich noch aus römischer Zeit stammen. Weitere archäologische Grabungen haben Artefakte zutage befördert, die als Grabbeigaben Aufschluss über die Ortsgeschichte und das profane und religiöse Leben seit dem Frühen Mittelalter geben. Während in der Apsis der Kirche Projektionen die Geschichte des Sakralbaus und die Geschichte Sülchens veranschaulichen, sind in zwei mit Stampflehm ausgekleideten Ausstellungsräumen direkt neben der Bischofsgrablege die archäologischen Funde ausgestellt. Jede der Ausstellungseinheiten (Apsis, Ausstellungsräume, Grablege) folgt einer eigenen Zeitlinie. Zusammen ergeben sie einen Rundgang durch 1800 Jahre Lokal- und Kirchengeschichte.